2011. május 8., vasárnap

Explosion auf Henkel-Werksgelände



Eine gewaltige Detonation hat am Donnerstag 10.02.2011 um 16.20 Uhr den Düsseldorfer Süden erschüttert.
Meterhohe Flammen und beißender Rauch stiegen auf. Auf dem Henkel-Gelände waren pflanzliche Fette und Öle in Brand geraten. Ein Arbeiter wurde verletzt. Die Ursache des Unglücks ist ungeklärt.

Seit 35 Jahren lebt Silvia Cibis neben dem Chemiewerk. Eine Nachbarschaft wie jede andere. Und nie hat sie daran gedacht, dass sie einmal die Worte rufen würde, die sie am Donnerstag in heller Panik ihrer Mutter zurief: „Henkel brennt!“

Die meterhohen Flammen, die Silvia Cibis vom Fenster aus sah, loderten aus einer Produktionshalle der Firma Cognis, die auf dem Henkelgelände sitzt. Dort werden pflanzliche Öle und Fette verarbeitet. Binnen Sekunden entzündeten sich Öle, Fette und für die Produktion nötige Alkohole.

Eine Verwaltungsmitarbeiterin berichtete, sie habe zuerst eine gelbe, dann eine schwarze Wolke gesehen. „Unsere Sicherheitsleute haben gesagt, wir sollten die Fenster geschlossen halten.“ Da steckte den Angestellten noch die gewaltige Detonation in den Knochen, die bis nach Erkrath zu hören war, und die die Fensterscheiben in den Rahmen zittern ließ.

Ein Angestellter
einer Handwerksfirma, der auf einem Gerüst in der Nähe des betroffenen Cognis-Betriebs gearbeitet hatte, wurde von der Druckwelle in die Tiefe gerissen und kam verletzt ins Krankenhaus. Zwei Lkw-Fahrer auf dem Werksgelände kamen vorsorglich ins Krankenhaus, konnten nach ambulanter Versorgung wieder entlassen werden.

Die Werkfeuerwehr des Henkel-Konzerns war binnen weniger Minuten am Unfallort. Die 80 Männer sind auf den Umgang mit brennenden Chemikalien jeder Art besonders ausgebildet, hatten die Flammen schnell im Griff. Die Polizei sperrte die Halbuschstraße ab, per Lautsprecher-Durchsagen wurden die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Den Helikopter hatte die Polizei geschickt, um die Lage von oben im Blick zu halten. Und von dort war bald zu sehen, dass die Gerüchte, die sich in den Minuten nach der Explosion überschlagen hatten, zum Glück nur Gerüchte blieben: Die Werkfeuerwehr hatte den Brand schnell im Griff, nach anderthalb Stunden war er aus. Die Berufsfeuerwehr war da längst abgerückt, auch die Straßensperrung konnte aufgehoben werden.


Quelle: http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/blaulicht/Explosion-auf-Henkel-Werksgelaende_aid_963292.html


von: Szabó Orsi
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